BSZ Regensburger Land
Modellversuch - Inklusive Berufliche Bildung
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Schulentwicklung
 

Modellversuch IBB

 

 

Projektleitung:

Bei der
Stiftung Bildungspakt
Bayern

Inge Körber
Tel.: 089 2186-2085
inge.koerber@
stmbw.bayern.de



An unserer Schule

Anton Liedl, StD

liedl.anton(at)bsz-regensburg.de

Marion Ramgraber, OStRin

ramgraber.marion(at)bsz-regensburg.de

Modellversuch - Inklusive Berufliche Bildung

 

Das BSZ Regensburger Land beteiligt sich seit dem Schuljahr 2012/13 am Modellversuch IBB (=Inklusive berufliche Bildung in Bayern) des Bildungspakt Bayern  mit der Zielsetzung Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf (Förder-schwerpunkt Lernen und/oder emotionale und soziale Entwicklung) in einem höheren Maß als bisher zu einem regulären Berufsabschluss zu bringen.

  • Dazu sollen nicht nur an den Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung, sondern auch an den allgemeinen Berufsschulen bzw. Berufsfachschulen entsprechende Bedingungen geschaffen werden.
  • Durch gezielte individuelle Unterstützung aller Schülerinnen und Schüler sollen sowohl ein höheres fachliches als auch ein höheres allgemeines Kompetenzniveau (z. B. Personal‐ und Sozialkompetenz) erreicht und in der Folge die Rate der Ausbildungsabbrüche verringert werden.

Gemeinsam mit der sonderpädagogischen Berufsschule St Marien in Ettmannsdorf stellen wir uns dieser anspruchsvollen Aufgabe im Bereich des Garten‐ und Landschaftsbaus.

 

 

Konzeption

Folgende Konzeption liegt unserer Arbeit bei diesem Modellversuch zugrunde:

 

Ausgangslage
  • Bei einzelnen Werkern zeichnet sich früh in der Werkerausbildung ab, dass sie im Anschluss daran auch für die Vollausbildung geeignet sind.
  • In der Regelberufsschule bestehen mehrere Schüler die Probezeit nicht, scheiden innerhalb des 1. Ausbildungsjahres aus oder schaffen die Abschlussprüfung nicht (laut Zustandige Stelle bis zu 40%)
Ziele
  • Die Abbrecherquote muss deutlich sinken
  • Qualifizierung lernbeeinträchtigter, lernbehinderter Jugendlicher sowie Jugendlicher mit sozial-emotionalen Entwicklungsdefiziten zu vollen Fachkräften für den ersten Arbeitsmarkt im Bereich des Garten-und Landschaftsbaus
Zielgruppe
  • Lembeeinträchtigte, lernbehinderte Jugendliche ,sowie Jugendliche mit sozial-emotionalen Entwicklungsdefiziten
Organisationsform(en)
  • Gemeinsame Beschulung an zwei Schulstandorten (Staatl. BSZ Regensburger Land und Haus des Guten Hirten Ettmannsdorf) in Teilzeit-und Blockbeschulung und unter Einbeziehung des Mobilen Sozlalpädagogischen Dienstes (MSD)
Netzwerkbildung

zwischen:

  • Berufsschulen mit JaS-Kräften
  • Förderberufsschulen mit Sonderschullehrern
  • Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL) und damit auch den Ausbildungsbetrieben
  • Zuständiger Stelle und
  • der Bundesagentur für Arbeit

Geplante Maßnahmen:

  • Unterrichtsentwicklung
  • Organisationsentwicklung
  • Personalentwicklung
  • Bildung eines Maßnahmenpaketes zur individuellen Förderung von Problemschülern
  • Vernetzung der Berufsschule mit Bundesagentur für Arbeit, anderen Maßnahmenträgem, Betrieben und Eltern
  • Zusätzlicher Einsatz eines Sonderpädagogen für Diagnostik, Beratung und Differenzierung
  • Gemeinsame didaktische Jahresplanung
  • Kleingruppenunterricht mit Differenzierung und Individualisierung
  • Teamteaching
  • Selbstorganisiertes Lernen
  • Wöchendicher Jour fixe
  • Erfahrungstransfer zwischen den Lehrern der beiden Einrichtungen
 Evaluation
  •  Systematische Befragung der Schüler, Lehrer und Ausbildungsbetriebe
 

Kommunikation

(Kollegium, Eltern, Ausbildungsbetriebe, Sachaufwandsträger, andere externe Partner)

Wöchentlicher "Jour fixe"

Regelmäßige Erwähnung des inklusiven Projekts im Eltembrief der Schulen

Info-Brief an die Ausbildungsbetriebe - regelmäßig bzw. bei Bedarf

Regelmäßige Information des VGL

Information des Sachaufwandträgers (z.B. über Fahrtkosten)

Öffentlichkeitsarbeit sowohl in der allgemeinen als auch in der Fachpresse

 

Bisherige Ergebnisse

Die ersten beiden Jahre von 4 Modellprojektjahren sind spannend und arbeitsintensiv:

  • Zwei Schulsysteme, Regelberufsschule und sonderpädagogische Berufsschule mussten lernen zu kooperieren. 
  • Das Instrument der Diagnostik galt es zu verstehen und auf die Bedürfnisse der Regelberufsschüler anzuwenden. 
  • Die Kompetenz eines MSD (=Mobiler Sonderpädagogischer Dienst) sollte in einer Berufsschule Fuß fassen
  • Mit der Agentur für Arbeit als entscheidendem Netzwerkpartner war permanenter Kontakt zu pflegen. 
  • Das Interesse der wissenschaftlichen Begleitung (Uni Würzburg, Uni Eichstätt) wollten wir befriedigen.  Neue Unterrichtsmethoden galt es in Fortbildungen zu erwerben. 
  • Erkenntnisse des Modellversuchs wollten wir auf die Gesamtschule übertragen.

Uns ist bisher weiß Gott nicht alles gelungen. Aber einige wegweisende Entwicklungen haben Bestand. Es ist uns gelungen im ersten Ausbildungsjahr eine Projektgruppe zusammenzustellen, die im 2. Ausbildungsjahr an der Sonderberufsschule Ettmannsdorf weiter gefördert werden soll mit dem Ziel dort eine Vollausbildung zu erwerben.

In Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit ist es uns gelungen bereits im 1. Ausbildungsjahr speziell auf die Bedürfnisse der Projektgruppe individuelle, maßgeschneiderte Angebote im Rahmen ausbildungsbegleitender Hilfen (abH) an einem zusätzlichen Schultag anzubieten.

Systematische Erhebungen haben gezeigt, dass eine nicht unerhebliche Zahl an Schülern Förderbedarf hat. Deshalb erfährt das Thema „Inklusion“ im Schulentwicklungsprozess unserer Schule eine tiefergehende Bedeutung und mündet im Antrag auf ein „Profil inklusive Schule“.

Informationsbesuch und Gedankenaustausch mit Herrn Staatssekretär Bernd Sibler am 12. 07. 2013 in der Modellversuchsklasse